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Ein Koffer voller Orden für das Haus der Geschichte
27 Künstlerorden, gestaltet von international renommierten Kunstschaffenden, wechseln den Besitzer: Die
Prinzengarde Blau-Weiss hat ihre komplette Künstlerorden-Edition an die Stiftung „Haus der Geschichte NRW“ übergeben. Damit wird ein einzigartiges karnevalistisches Kunstprojekt Teil der offiziellen Landesgeschichte – und ein Stück Düsseldorfer Brauchtum dauerhaft museal bewahrt.
Im Haus des Karnevals und im Stadtmuseum sind sie bereits zu bewundern, nun schreiben die Künstlerorden der Prinzengarde Blau-Weiss auch regelrecht Geschichte: Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichten Präsidentin Ute Heierz-Krings und Vizepräsident Frank Minutillo einen Koffer voller Orden an die Stiftung
„Haus der Geschichte NRW“. Entgegengenommen wurden die insgesamt 27 Sessionsorden namhafter Künstler – u.a. Otto Piene, Heinz Mack, Markus Lüpertz, Günther Uecker, Tony Cragg, Thomas Ruff, Imi Knoebel, Gereon Krebber, Katharina Sieverding, Gregor Schneider, Karl-Heinz Petzinka, Thomas Virnich und Karin Kneffel - durch den Präsidenten der Stiftung, Basil Kerski, den wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Jürgen Peter Schmied und Verwaltungsdirektor Florian Melchert.
Bevor die komplette Künstlerorden-Edition den Besitzer wechselte, erläuterte Kurator Bernd R. Meyer den Gästen die Entstehungsgeschichte des Ordens. Mit der Entscheidung, den Mittelteil des jeweiligen Sessionsordens ab dem Jahr 2000 stets von namhaften Künstlerinnen und Künstlern gestalten zu lassen, verfüge die Prinzengarde Blau-Weiss über ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in Deutschland, sagte Meyer. Ute Heierz-Krings ließ in ihrer Ansprache keinen Zweifel daran, dass sich die Venetiengarde sehr darüber freue, mit der Edition einen Beitrag zur künftigen Ausstellung im Behrensbau zu leisten: „Und natürlich sind wir sehr stolz, darauf, damit ein Teil der Geschichte unseres Landes zu werden“, fügte die Präsidentin hinzu.
Stiftungspräsident Kerski zeigte sich „tief beeindruckt“ von den Künstlerorden und
betonte, dass sie einen würdigen Platz in Haus der Geschichte finden werden. Bis dahin werde aber noch einige Zeit vergehen. Kerski wies darauf hin, dass der Behrensbau am Mannesmannufer seit 2024 umfassend revitalisiert und zur Aufnahme des Museums hergerichtet werde. Die Eröffnung des ‚Haus der Geschichte‘ sei für das Jahr 2030 geplant, sagte er.
Copyright Fotos: Olaf Oidtmann (Veröffentlichung honorarfrei)
